Kulinarische Lebensgeschichte

Wie unschwer zu erkennen hatte schon als ich ein kleiner Junge, Essen eine besondere Bedeutung für mich…

Eine Tante füttert mich mit Torte

Die prägendste Person meiner Kindheit bei diesem Thema war unbestritten meine Großmutter. In einem, in meiner Vorstellung, riesigen Garten neben Ihrem Haus gab es neben zwei alten Apfelbäumen auch ein großes Gemüsebeet. Dazu unterhielt mein Großvater noch seine eigene Fischzucht außerhalb von München. Auch hier wurde Gemüse angebaut, welches natürlich das beste Gemüse der Welt war. Die eigenen Fische wurden in einem selbstgebauten Räucherofen eigenhändig von meinem Opa geräuchert.

Gerne habe ich viele Stunden meiner Kindheit gemeinsam mit der Oma in der Küche verbracht. So durfte ich zusehen wie sie Strudelteig in Industriemengen knetete und diesen mit unnachahmlichen Geschick über den riesigen Esstisch auszog, bestrich, befüllte und einschlug. Auf riesigen Backblechen wurden Strudelschlangen gebacken und portionsweise für die ganze Verwandtschaft eingefroren. Noch heute kann ich den einzigartigen Geschmack ihres süßen Kürbisstrudels in meiner Erinnerung schmecken.

Eins bleibt mir in Erinnerung. Aus besten Zutaten kann man die schönsten Erinnerung kochen.

„Viele Hände, machen der Arbeit, schnell ein Ende“

Maria Hüttenberg

Den Stein für meine kulinarische Karriere wurde auch von Ihr ins Rollen gebracht. Meine Großmutter arbeitete als Köchin in einem nahe gelegenen Altenheim. Personal war schon damals knapp und so kam der Tag an dem Sie für eine kranke Kollegin einspringen musste als Sie gerade auf mich aufpasste. Also durfte ich mit in die Großküche. Ich bekam eine Schürze um gebunden und eine Kochmütze auf gesetzt, fertig war der kleinste Koch der Welt. Viel konnte ich natürlich nicht helfen, aber Marmelade- Päckchen auf Frühstückstabletts legen und Schüsseln zu den Tischen tragen hat scheinbar schon geklappt. Überschüttet mit Liebkosungen und der Aufmerksam der Heimbewohnern haben diese Besuche mit Sicherheit meine Berufswahl entscheidend geprägt.

Ernst wurde es aber erst auf den zweiten Anlauf. Nach einer Ausbildung zum Energieelektroniker begann ich meine Ausbildung zum Koch. Mein Lehrbetrieb, Feinkost Käfer in München, hatte viel zu bieten. Vom kleinen feinen Dinner für 2 Personen, über mehrwöchige Events in Italien mit mehreren 1000 Leuten, bis hin zum eigenen Wiesenzelt durfte ich viel sehen und lernen. Mein tiefes sitzendes Bewusstsein für Qualität und hochwertige Produkte wurden mir in dieser Zeit vermittelt.

Nach meiner Ausbildung verschlug mich das Schicksal nach Wien. Nach einem ersten etwas holprigen Jahr lernte ich Wien und sein kulinarisches Erbe jedoch kennen und lieben. Dies hatte auch mit meiner Arbeit bei verschiedenen Cateringfirmen, unter anderem bei Erich Bauers Art Catering, zu tun. Durch viele Veranstaltungen an den unterschiedlichsten Orten und verstecktesten Ecken lernte ich Wien auf eine einmalige Weise kennen.  

Es folgte der Wechseln in die Stadthotellerie und meine Tätigkeit für die österreichischen Hoteliers-Familie Wimmer.
Das Vertrauen und die Entwicklungsmöglichkeiten bedeuten mir bis heute viel zu meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung bei getragen.
Die Arbeit im Hotel Harmonie gab mir die Möglichkeit aus einer Idee ein greif- und erlebbares Konzept zu gestalten. Meine Liebe zu Details wurde dabei durch Frau Mag.a Sonja Wimmer steht´s gefördert und unterstützt.

Mein Wunsch nach größerem verschlug mich dann nach Niederösterreich und ins Burgenland.
Als Food & Beverage Manager konnte ich im Asia Resort Linsberg und im Feriendorf Vila Vita Pannonia das volle Spektrum meiner Fähigkeiten entfalteten.